Deutsch | English | Français | Español | Русский

Vorwort, Inhaltverzeichnis

 

Das folgende HTML-Dokument ist textidentisch mit der Druckversion des Buchs. Das Zeichen [Seitenzahl|Seitenzahl] gibt die Seitenumbrüche in der Druckversion wieder. Orangefarbiger Text ist nicht in der Druckversion enthalten.

 

[II|III]

Gerhard Schwarz
Est Deus in nobis
Die Identität von Gott und reiner praktischer Vernunft
in Immanuel Kants "Kritik der praktischen Vernunft"
2004
Verlag TU Berlin

 

[III|IV] [...]

[VI|VII]

Vorwort


Die vorliegende Untersuchung ist die leicht veränderte Fassung einer Studie, die im Juni 2002 von der Fakultät I der Technischen Universität Berlin als Dissertation angenommen worden ist.

Mein besonderer Dank gilt Hans Poser (Berlin) und Walter Jaeschke (Bochum). Beide haben die Arbeit in den sechs Jahren ihres Entstehens betreut und mich mit großer Offenheit, mit Umsicht, durch viele Anregungen und konstruktive Kritik unterstützt.

Ebenfalls danken möchte ich allen, die mir in Diskussionen entscheidende Hinweise gegeben haben und die mir vor allem Mut gemacht haben, gegen alle etablierte Forschungsmeinung der These einer Identität von Gott und Vernunft bei Kant treu zu bleiben und mich nicht beirren zu lassen: Paul Gorner (Aberdeen), Frank Tasche (Berlin), Christa Hackenesch (Berlin), Heiko Roehl (Pretoria), Claude Piché (Montreal), Ian Kaplow (Hannover). Mein Dank gilt auch Harmut Zinser (Berlin), der neben den beiden Betreuern als Gutachter für Stipendienbewerbungen tätig geworden ist.

Danken möchte ich insbesondere meinen Kommilitoninnen und Kommilitonen sowie meinen Studentinnen und Studenten, mit denen ich viele Fragen und Probleme aus dem Themenkreis meiner Studie erörtern und immer wieder neu überdenken konnte. Dank gebührt auch dem Cusanuswerk Bonn, das mir durch ein dreijähriges Stipendium den Großteil der Arbeiten an meiner Studie ermöglicht hat. Ebenfalls danke ich dem Verlag der TU Berlin, der das Buch in sein Förderprogramm für herausragende wissenschaftliche Arbeiten an der Technischen Universität Berlin aufgenommen hat.

Ganz besonders danke ich zwei Personen, ohne die die vorliegende Arbeit nicht das wäre, was sie geworden ist: Monika Kopyczinski (Berlin) und Matthias Wunsch (Berlin). Durch ihren Scharfsinn und Sachverstand und ihr großes Engagement in der Revision des Textes habe ich in inhaltlichen, argumentationstechnischen, didaktischen und stilisti-[VII|VIII]schen Punkten wichtige Anregungen und bedeutende Förderung erfahren.

Meine Untersuchung beschreitet Neuland in der Kantforschung, und ich möchte alle Forscherinnen und Forscher ermutigen, in der von mir gesehenen Richtung des Kantverständnisses fortzuschreiten und den vielfältigen Spuren einer nicht-endlichen Vernunft in der Philosophie Kants weiter nachzugehen. Mir hat sich in der langjährigen Auseinandersetzung mit dem Gegenstand meiner Arbeit der anfängliche Verdacht in Gewißheit verwandelt, daß in der bisherigen Forschung zentrale und für das Verständnis der Kantischen Philosophie maßgebliche Aspekte übersehen oder gar systematisch ausgeblendet worden sind. Ich bin der überzeugung, daß Kant in einigen wichtigen Bereichen seiner Philosophie noch unentdeckt ist. Für die zukünftige Forschung gibt es noch viel zu tun. Ich würde mich freuen, wenn der von mir skizzierte Ansatz für ein neues Verständnis der Kantischen Philosophie ein kritisches, aber offenes und sachorientiertes Diskussionsforum findet.

Unter der Internet-Adresse www.estdeusinnobis.de biete ich eine Anlaufstelle für die fachliche Kritik und Diskussion. Bitte senden Sie Ihre E-Mail an
.

Berlin, im Februar 2003

Gerhard Schwarz [VIII|IX]

 

Inhalt



Einleitung

A

Exposition der Thesen: Identität von Gott und reiner praktischer Vernunft und Identifizierbarkeit von Gott und vernünftigem Wesen

1

B

Beweisziel der Untersuchung: Identitätsthese und Identifizierbarkeitsthese als Erläuterungsurteile zum Gottespostulat der Kritik der praktischen Vernunft

9

C

Eine neue Deutung des Gottespostulats der Kritik der praktischen Vernunft

18



Erster Teil: Entwurf der Argumentationsstrategie

1

Festlegung des Identitätsarguments

23

1.1

Ansatzstelle der Argumentation: Kants Begriff des höchsten Guts und die Entwicklung des Gottespostulats

24

1.2

Unterscheidung phaenomenaler Glückseligkeit und noumenaler Glückseligkeit-aus-Freiheit

51

1.3

Grundriß des Identitätsarguments

83



Zweiter Teil: Durchführung der Argumentation

2

Die Idee noumenaler Glückseligkeit-aus-Freiheit im Rahmen der Antinomie der praktischen Vernunft

103

2.1

Die Idee noumenaler Glückseligkeit-aus-Freiheit im Abschnitt zur Antinomie der praktischen Vernunft

105
[IX|X]

2.2

Die Idee noumenaler Glückseligkeit-aus-Freiheit im Abschnitt zur Aufhebung der praktischen Vernunftantinomie

115

2.3

Die Sinnenwelt als Gegenstand der reinen Vernunft in ihrem praktischen Gebrauch: Kants Modell der Betrachtung von Phaenomena als Noumena

127

3

Die Unhaltbarkeit der Standarddeutung: Identitätsthese und Identifizierbarkeitsthese als legitime Erläuterungsurteile zum Gottespostulat

147

3.1

Der Anfang des Gottesarguments aus Sicht der Identitätsdeutung und aus Sicht der Standarddeutung

149

3.2

Die Ideen noumenaler Glückseligkeit-aus-Freiheit und der Welturheberschaft des vernünftigen Wesens im Unsterblichkeitsargument der Kritik der praktischen Vernunft

160

3.3

Die Glückseligkeit im Gegenstand der reinen praktischen Vernunft: Vernunftideal oder Ideal der Einbildungskraft?

165

3.4

Die praktische Idee der Welturheberschaft des vernünftigen Wesens. Seine Konzeption als bloß-endliches Wesen und als endliches, aber der Anlage nach nicht-endliches Wesen

180

4

Die Legitimität der Identitätsdeutung – zusätzliche Belege, Ausräumung von Schwierigkeiten und Bedenken

196

4.1

Kants Explikation der Identitäts- und Identifizierbarkeitsidee im überlegungshorizont der Postulatenlehre

200

4.2

Kants Konzeption des vernünftigen Wesens als ein der Anlage nach heiliges Wesen

206

4.3

Die Welturheberschaft des vernünftigen Wesens im Rahmen der Idee einer mit dem Heiligkeitsstreben verbundenen Seligkeitshoffnung

223

4.4

Das Selbstmißverständnis des Menschen als bloß-endliches Wesen und die Exkorporation der reinen praktischen Vernunft zu einem vom Menschen verschiedenen Gott

246
[X|XI]



Zusammenfassung und Ausblick

A

Synopse des Identitätsarguments

271

B

Konsequenzen der Identitätsdeutung für ein neues Verständnis von Kants philosophischer Theologie, Religionsphilosophie, Anthroponomie und Theorie der Rationalität

281




 

Siglen

299

 

Literatur

300
[XI|XII]