Deutsch | English | Français | Español | Русский

Statements

 

Hier kommen Kant-Kenner zu Wort, die meine Arbeit bereits vor Drucklegung gelesen haben und zu den Inhalten Stellung beziehen. Ich bedanke mich bei allen Autorinnen und Autoren sehr herzlich.

Hans Poser (Berlin)

"Insgesamt vertritt die Arbeit eine überaus originelle und weitreichende These. Methodisch ist sie ausgesprochen sorgfältig gearbeitet, und am Ende steht ein Fazit, das die bemerkenswerte Fruchtbarkeit der Dissertation klar ausweist. Damit stellt die Schrift eine weit über dem Durchschnitt liegende Auseinandersetzung mit einem höchst schwierigen Thema in äußerst eigenständiger Weise dar."

Walter Jaeschke (Bochum)

"Dies ist eine bemerkenswerte Dissertation, die gleichsam aus dem Meer der Sekundärliteratur herausragt – freilich nicht wie eine friedliche Insel, die zum Verweilen einlädt, sondern wie ein schroffer Fels, an dem so manches von eifrigen, dem Hauptstrom folgenden Kant-Interpreten gesteuerte Schifflein zerbersten wird. ... Diese Arbeit ragt dadurch heraus, daß sie das seit gut zwei Jahrhunderten immer wieder ... behandelte Problem der Postulatenlehre der Kritik der praktischen Vernunft in völlig neuer, ja revolutionärer Weise exponiert; ... dies [geschieht] zudem in einer sorgfältigen, sehr reflektierten, methodisch Maßstäbe setzenden Form".

Dieter Henrich (München)

[Statement zugesagt]

Mathias Wunsch (Berlin, Wuppertal)

"Gott und reine praktische Vernunft sind für Kant identisch. Gerhard Schwarz entwickelt diese folgenschwere und offenbar quer zu den gängigen Auffassungen von Kants Vernunftkonzeption liegende These im Fokus auf das Gottespostulat der "Kritik der praktischen Vernunft". Seine Untersuchung erreicht aufgrund ihrer Klarheit, ihres methodisch-reflektierten Vorgehens, ihrer Fülle an Belegen Sowie ihrer Antizipation und Zurückweisung verschiedenster Einwände ein Argumentationsniveau, das die zu erwartende Kritik an seiner These vor große Herausforderungen stellt."

Monika Kopyczinski (Berlin)

"Es ist nicht leicht, gegen den Widerstand seiner Zeit einen eigenen Standpunkt zu finden und zu behaupten. Gerhard Schwarz zeigt aber mit seiner Arbeit, daß es auch heute möglich ist, die Eigenständigkeit im Denken und wissenschaftlichen Forschen zu bewahren und sich nicht mit verbreiteten akademisch-philosophischen Vorurteilen und 'Dogmen' zufrieden zu geben. Das Ergebnis ist die Entdeckung eines wesentlichen Zuges der Kantischen Philosophie, der seit über 200 Jahren vom Hauptstrom der Rezeption verdrängt und totgeschwiegen worden ist."